Kloster St. Marienberg in Helmstedt

Unsere Glaubenswelt

Wer wir sind

Seit 1989 steht Mechtild von Veltheim unserem neugegründeten Konvent vor. Sie ist die siebte Domina in Folge aus der Familie von Veltheim. Die Randlage der Stadt Helmstedt in der alten Bundesrepublik war nicht ideal, um nach einer schwierigen Zeit eine neue klösterliche Gemeinschaft aufzubauen. Dass es dennoch gelang, verdanken wir dem Zusammenwirken des damaligen Braunschweigischen Vereinigten Kloster- und Studienfonds als Eigentümer des Klosters, der von Veltheim-Stiftung als Trägerin der Paramentenwerkstatt, die ihre Arbeit im Kloster kontinuierlich fortgeführt hatte, und der evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Um die Grundlagen für ein modernes Klosterleben zu schaffen, wurde die Klosterordnung von 1655 den Bedingungen der heutigen Zeit angepasst. Entscheidend sind bis heute die Präsenzpflicht an Stelle der Residenzpflicht. So können seither verheiratete Frauen dem Konvent beitreten und mitwirken. Adäquate Wohnungen stehen im Kloster bis heute nicht zur Verfügung. Unsere Gemeinschaft besteht zur Zeit aus vier Konventualinnen und der Domina, 6 Konventsstellen plus Domina sind in der Klosterordnung festgelegt. 

Schwerpunkt unserer Arbeit ist laut Klosterordnung die Förderung der Paramentik, das Kloster der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sowie soziale und mildtätige Aufgaben.

Die Paramentik liegt uns besonders am Herzen, ist sie doch seit Klostergründung bei uns beheimatet. Dies bezeugen die textilen Kostbarkeiten in unserer Schatzkammer. Bei Führungen, Vorträgen, Seminaren und Ausstellungen versuchen wir die Sensibilität für die Bedeutung von Textilien in der Liturgie zu schärfen, das Bewusstsein für Paramentik als Wissenschaft und als Handwerk, wieder den Menschen nahezubringen.

Unsere Aufgaben liegen im sozialen und mildtätigen Bereich, sowie im Erhalt und Zugänglichmachen der vielfältigen Kunstschätze im Rahmen von Führungen. Besonderen Stellenwert hat für uns die Förderung der Paramentik, die seit eh und je bei uns im Kloster beheimatet ist. Dazu gehören neben den Führungen auch die Organisation von Vorträgen bzw. Seminaren und Ausstellungen.    

Unser geistiges Leben gestaltet sich anders als in den meisten anderen evangelischen Klöstern, da ein tägliches Beisammensein noch nicht möglich ist . Einmal monatlich halten wir einen Einkehrtag, in dem wir das theologisch-religiöse Gespräch miteinander und mit unserem Klosterpropst suchen. Es wird begleitet von einem Stundengebet und endet mit einer öffentlichen Abendandacht in der Kirche. Einmal jährlich bricht der Konvent gemeinsam mit dem Klosterpropst zu einer zweitägigen Klausur (Exerzitien) auf. Dann ist es Zeit Themen zu vertiefen, z.B. Erarbeitung unserer eigenen Liturgie für unsere Andachten, Mittags- und Abendgebet. Höhepunkt unseres Kirchenjahres bildet ein feierlicher Jahresgottesdienst im September. 

Wenn Sie Interesse an einem modernen Klosterleben haben, vom christlichen Glauben in seiner evangelisch-lutherischen Ausprägung getragen werden, darüber hinaus über “gesunden Menschenverstand,“ Teamfähigkeit und Tatkraft verfügen, um das Leben in unserem Kloster in christlichem Miteinander zu gestalten, laden wir Sie herzlich zu einem gegenseitigen Kennenlernen ein.